GnuCash

Vorwort

GnuCash ist eine FinanzBuchhaltungsSoftware.

Installation GnuCash unter SlackWare 9.1

Dies soll eine kleine Anleitung sein, wie man auf einer SlackWare 9.1 GnuCash zum laufen bekommt. Getestet wurde die aktuelle Version von Gnucash (1.8.9) in Verbindung mit dem USB-Cardreader "Cyberjack" und einem Girokonto bei der Sparkasse. Den Cyberjack kann man von der Sparkasse bekommen.Er wird direkt vom aktuellen LinuxKernel 2.4.26 unterstuetzt.

1. notwendige Bibliotheken, die auf den Installations-CD's fehlen

GnuCash basiert (leider) auf den veralteten Bibliotheken von Gnome (Version 1). Das ist eine der größten Hürden, die man überwinden muß, damit es sich überhaupt compilieren läßt.

1.1 Pakete von älteren SlackWare-Releases

Auf der Installations-CD2 von SlackWare 9.1 ist Gnome nur in der aktuellen Version 2 verfügbar. Damit ist GnuCash nicht lauffähig. Auf den älteren 8'er Versionen von SlackWare ist Gnome noch in der alten Version. Deshalb besorgt man sich von einem der Slackware-Mirrors, z.B. "ftp://ftp.edisontel.it/pub/Slackware_Mirror/slackware-8.1/slackware/" folgende Pakete und installiert sie:

gnome:
bonobo-1.0.20-i386-1.tgz
gal-0.19.2-i386-1.tgz
gconf-1.0.9-i386-1.tgz
gnome-print-0.36-i386-1.tgz
gtkhtml-1.1.6-i386-1.tgz
guppi-0.40.3-i386-1.tgz
libghttp-1.0.9-i386-1.tgz
libglade-0.17-i386-1.tgz
oaf-0.6.10-i386-1.tgz

l:
libxml-1.8.17-i386-1.tgz

1.2 inoffizelle (unofficial) Slackwarepackages

Es werden noch weitere Bibliotheken benötigt, die man zweckmäßigerweise als fertige Packages bei "http://www.linuxpackages.net" herunterlädt:

slib.tgz (Slackware 8.0)
g-wrap-1.3.4-i686-2jto.tgz (Slackware 9.1)
gnome-libs1x-1.4.1.7-i686-1jto.tgz (Slackware 9.1)
gdk-pixbuf-0.22.0-i686-3jto.tgz (Slackware 9.1)
freetype-2.1.8-i486-1efn.tgz

Die beiden letzten Pakete kann man auch direkt bei Jay Scott Raymond herunterladen. Jay hat sich auch mit dem Thema SlackWare und GnuCash intensiv beschäftigt und ein bereits fertiges Gnucash-1.8.9-Paket ins Netz gestellt. Allerdings fehlt die Unterstützung für HBCI.
Für alle, die es interessiert: "http://webpages.charter.net/jay_scott_raymond/linux/slackages/slack91.html"

1.3. weitere notwendige Bibliotheken

Ziel soll es sein, mit GnuCash HBCI zu nutzen. Deshalb werden noch weitere Bibliotheken gebraucht. Diese konnten als fertige SlackWare-Pakete im Internet leider nicht gefunden werden. Deshalb bauen wir sie selbst :-)
Zum Bauen eigener Slackwarepakete empfiehlt sich das kleine Programm "checkinstall", das wieder bei "http://www.linuxpackages.net" heruntergeladen werden kann:

checkinstall-1.6.0beta3-i686-1shk.tgz (Slackware 9.1)

1.3.1 libchipcard

Für das HBCI-Verfahren soll ein Chipkartenleser genutzt werden. Dazu wird die libchipcard benötigt. Die Homepage ist "http://www.libchipcard.de", die Downloads sind auf SourceForge gehostet. Zum Einsatz kommt die aktuelle Version 0.9.1.

libchipcard-0.9.1.tar.gz

Der Tarball wird entpackt, ./configure --prefix=/usr und make aufgerufen und zum Schluß wird das Slackwarepaket mit checkinstall erzeugt.

checkinstall -t slackware -S --pkgname=libchipcard --pkgarch=i486 --backup=no --newslack --pakdir=/root/packages

Das fertige Paket "libchipcard-0.9.1-i486-1.tgz" wird mit pkgtool installiert.

2. Installation von Gnucash

Nach all den Vorbereitungen kann jetzt Gnucash installiert werden. Dazu lädt man sich das aktuelle Release (1.8.9) von "http://www.gnucash.org" herunter und packt den Tarball aus. Bevor man loslegt sollte man erstmal ./configure --help aufrufen. Es empfiehlt sich die Installation eines so kompaktes Programmes nach /opt zu legen.Weiterhin ist HBCI zu aktivieren.

./configure --prefix=/opt/gnucash --enable-hbci

Wurden im Vorfeld alle aufgelisteten Bibliotheken installiert, läuft configure ohne Fehler durch und legt die Makefiles an. Als nächstes ist make aufzurufen, Gnucash wird nun kompiliert. Falls make mit der Fehlermeldung abbricht, daß libfreetype.la nicht in /usr/X11R6/lib zu finden ist,muß ein entsprechender Link gesetzt werden. Auf meinem System liegt libfreetype.la in /usr/lib .

Zur Erzeugung des Slackwarepaketes dient zum Schluß wieder checkinstall.

gnucash-1.8.9-i486-1.tgz

Das Paket ist dann wie immer mit pkgtool zu installieren. Jetzt kann auch schon mal Gnucash angetestet werden. Also X starten, Terminal öffnen und /opt/gnucash/bin/gnucash aufrufen. Das Programm sollte jetzt starten, aber es fehlt ja noch der Kartenleser.

3. Einbindung Cardreader

3.1 Cyberjack Cardreader

Der Cyberjack-Kartenleser wird direkt vom Kernel unterstuetzt. Da es sich um ein USB-Geraet handelt, sollte das Hotplugscript "/etc/rc.d/rc.hotplug" ausfuehrbar sein. Beim Hochfahren der Slackware ist dann "Hotplug" aktiviert. Zu beachten ist, daß der Kernel USB-Unterstuetzung hat, insbesondere Support fuer "USB Serial Converter" und "USB Reiner SCT cyberjack chipcard reader", beides als Module. Ferner ist sicherzustellen, das im Kernel die Unterstuetzung fuer den "UHCI Alternate Driver (JE)" nicht (!!!) aktiviert ist, sondern "UHCI (Intel PIIX4,VIA, ...)" Unterstuetzung als Modul. Mit dem "Alternate Driver" gibt es Probleme mit seriellen USB-Geraeten, der Kartenleser funktioniert mit diesem Treiber nicht. Zum Testen kann man den Kartenleser an den USB-Port anschliessen. Im Messagefile (/var/log/messages) sollte folgendes erscheinen:

Oct 18 17:28:03 notebook kernel: hub.c: new USB device 00:01.2-1, assigned address 2
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: usb.c: registered new driver serial
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: usbserial.c: USB Serial support registered for Generic
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: usbserial.c: USB Serial Driver core v1.4
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: usbserial.c: USB Serial support registered for Reiner SCT Cyberjack USB card reader
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: usbserial.c: Reiner SCT Cyberjack USB card reader converter detected
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: usbserial.c: Reiner SCT Cyberjack USB card reader converter now attached to ttyUSB0 (or usb/tts/0 for devfs)
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: cyberjack.c: v1.0 Matthias Bruestle
Oct 18 17:28:07 notebook kernel: cyberjack.c: REINER SCT cyberJack pinpad/e-com USB Chipcard Reader Driver

3.2 Konfiguration des libchipcard-Daemons

Die Kommunikation zwischen Gnucash und dem Kartenleser wird ueber den libchipcard-Daemon realisiert. Dieser laueft als Hintergrundprozess und muss noch angepasst werden. Die Konfiguration erfolgt in "/etc/chipcardd.conf":

type="local"
address="/var/run/chipcardd/socket"
enabled="1"

[reader/1]
readertype="cyberjack"
drivertype="ctapi"
driver="/usr/lib/readers/libctapi_cyberjack.so"
name="cyberjack1"
port="USB1"
flags= # keypad,display

Weiterhin gibt es noch die Konfigurationsdatei "/etc/chipcardc.conf":

[service/1]
type=local
address=/var/run/chipcardd/socket
enabled=1

[reader/1]
readertype=cyberjack
drivertype=ctapi
driver=/usr/lib/readers/libctapi-cyberjack.so.1.0.0
name=cyberjack
port=ttyUSB1
flags= # keypad,display

Der Chipcard-Daemon wird beim Hochfahren des Systems gestartet. Dazu dient z.B. ein Eintrag in "/etc/rc.d/rc.local":

# chipcardd
echo "Starting chipcardd: /usr/sbin/chipcardd"
/usr/sbin/chipcardd

--- ab hier ist Baustelle :-) --- Stichpunkte zum Userspace-Treiber Cyberjack - downloaden (URL) - SuSE-RPM waehlen und auspacken; manuell kopieren - /etc/reader.conf - Symmlink in /usr/lib/readers: libctapi_cyberjack.so - Verzeichnis anlegen: /var/run/chipcardd - messages auswerten

- Achtung: links in /usr/lib/openhbci/plugins/14/media ueberpruefen!!!

GAOSWiki: GnuCash (last edited 2008-05-22 18:49:11 by localhost)

Ersteller von Seiten stellen Inhalt unter der GeneralPublicLicense zur Verfügung Alle Seiten unter http://gaos.org, (c)2001-2038 GAOS e.V., Impressum