Was wir sind

GAOS, die Gesellschaft für die Anwendung Offener Systeme e.V., ist ein eingetragener Verein, der im Dezember 1999 von Mitgliedern der LeipzigerLinuxUserGroup (LUG-L) gegründet wurde. Zunächst sollte GAOS nur als Träger der Veranstaltungen (siehe Projekte) der LUG-L auftreten, um mehr Rechtssicherheit für die vom Idealismus getragenen Aktionen zu schaffen: InstallParties und VortragsReihe sollten rechtlich als das anerkannt werden, was sie sind, als gemeinnützige Tätigkeit.

Dennoch beschränkt sich GAOS nicht auf Linux. Im Gegenteil, Zielsetzung gemäß Satzung ist die Förderung Offener Systeme, sei es Hardware (F-CPU, OScar) oder Software (GNU, Linux, BSD-Unix, DeCss), und das heißt in erster Linie, die gemeinsame Idee von Freizügigkeit und offenem Austausch hinter diesen Systemen zu verbreiten.

Am besten fassen diese Gemeinsamkeiten die Debian Free Software Guidelines (DFSG) des Debian-Projektes zusammen: OffeneSysteme liegen in einer Form vor, die dazu geeignet ist, sie zu verändern, zu verbessern oder einfach nur zu verstehen, und es gibt keine Lizenz, die verhindern könnte, genau diese Rechte, nämlich auf das Aneignen und Weitergeben von Wissen, auch auszuüben. Darunter fallen insbesondere die meisten OpenSource-Projekte (Vorsicht, der Begriff wird sehr inflationär verwendet) und alle Freien Projekte im Sinne der Free Software Foundation.

Was wir nicht sind

Wir sind keine WarezD00dz. OffeneSysteme sind nicht unbedingt kostenlos (obwohl das die Regel ist), aber vor allem ist nicht alles, was kostenlos ist, auch etwas Offenes. Insbesondere haben wir nichts mit ShareWare zu tun, denn man kann sie nicht verändern oder studieren, und erst recht nicht mit gecrackter kommerzieller Software, denn die darf man weder verändern noch verbreiten.

Auch an den vielen Softwareprodukten, die lediglich kostenlos sind, haben wir kein Interesse. Wenn Software nicht im QuellCode vorliegt, ist sie für uns bedeutungslos. So wurden wir gefragt, warum wir bei der InstallParty nicht im Umgang mit einem bestimmten EchtzeitBetriebssystem helfen. Nun, es lag nicht im QuellCode vor, es wurde lediglich verschenkt. Was wir nicht selbst weiterentwickeln können, existiert für uns einfach nicht.

Was wir tun

Vor allem möchten wir die Energie möglichst vieler Enthusiasten bündeln. Das heißt unter anderem, dass wir bereits mehrere öffentliche Auftritte, etwa bei der Internetfiesta oder dem Netd@y hatten, die einzig dazu dienten, in einer Umgebung, die alles über das Internet zu wissen glaubt (z.B. dass es entweder von BillGates oder AlbertGore erfunden wurde), die Vorzüge OffenerTechnologien anzupreisen.

Aushängeschild unserer Tätigkeit ist gegenwärtig unsere Zeitschrift OffeneSysteme, sowie (ab März 05 wieder) die regelmäßige VortragsReihe, die in Zusammenarbeit mit dem Max Planck Institut für Neuropsychologie mit einem LinuxWorkshop im Juni 2000 eröffnet wurde.

Uns ist natürlich klar, dass bloßes Verfechten der Vorzüge freier Technologien noch kein Fortschritt per se ist. So stellen wir auch gern Infrastruktur zur Entwicklung neuer Technologien zur Verfügung (Webserver, http://gaos.org/mailman/listinfo Mailingslisten).

Wie wir es tun

Wir haben in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht und es ist schwer all diese zu beheben. Fakt ist, eine Gemeinschaft funktioniert nur durch Mitmachen und faires Miteinander. Wenn jemand fragt, "warum habt ihr nicht...", dann frage "Wie würdest Du das machen?", wenn er antwortet, dann bitte ihn "Kannst Du das bitte gleich umsetzen?"; Bisher lief das wohl eher nach dem Motto: "Warum habt ihr nicht...?", "Darum!" oder "Das ist schlecht, da...".

Ein Verein ist nicht Selbstzweck. Das muß man sich bewußt machen. Er ist vergleichbar mit Möbeln in einer Wohnung. Er sorgt dafür, daß Dinge am richtigen Platz sind, daß man sich wohl fühlt. Wichtig ist, die passenden Möbel zu haben, eine einheitliche Strategie bei der Auswahl. Sicher, ohne Möbel geht es auch... ;-)

Das wichtige aber ist, nur wenn Leute in der Wohnung leben, die Möbel benutzen, dann und wann pflegen, nur dann verstauben die Möbel nicht. Kurzum die Menschen müssen sich wohlfühlen damit die Möbel benutzt werden und, die Möbel müssen benutzt werden, damit sich Mensch wohlfühlt. Dass sich dabei nicht jeder Mensch wohlfühlt ist klar, zumal einige ja auf neon-farbene Plastikbonbons stehen...

Wir suchen

...idealistische Mitglieder. Wer glaubt, Wissen (und darunter fallen auch Software und Baupläne aller Art) sollte frei zugänglich sein, ist bei uns an der richtigen Adresse. Als Gegenleistung gibt es das gute Gefühl, etwas Richtiges zu tun. Wer sich jetzt kaum noch zurückhalten kann, sollte zuerst die Satzung lesen, um dann den MitgliedsAntrag herunterzuladen.

Wer mit wenig Zeitaufwand und ohne langfristige Verpflichtung Gutes tun möchte, kann uns auch einfach Geld spenden. Spenden sind steuerlich absetzbar.

Wie wir zu erreichen sind


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