AktuelleNachrichten/2007-05
Die aktuellen gibt es unter AktuelleNachrichten...
2007-05-30:
GAOS e.V. hat heute die Erklärung der ZivilGesellschaft zur Wissensallmende Für bessere Entwicklung und gerechteren Zugang zu Wissen in all seinen Formen im Vorfeld des G8-Gipfels unterzeichnet. Die Erklärung wurde vom Netzwerk Freies Wissen initiiert und unter anderem vom ChaosComputerClub, der PiratenParteiDeutschland und vielen weiteren Organisationen und Privatpersonen unterzeichnet. -- AndreasRomeyke
Wer nicht daran glaubt, daß tatsächlich EigentumsRechte an digitalen Gütern geltend gemacht werden, der lese sich den Report der CISAC zu ihrem Urheberrechtsgipfel durch. CISAC ist eine internationale LobbyOrganisation der VerwertungsGesellschaften. Gruselig.
-- AndreasRomeyke Via LWN.net bin ich auf FriendlyInteractiveShell (Fish) gestoßen. Eine echte Alternative zu Bash, Zsh und Co. Warum Fish cool und tatsächlich benutzerfreundlich ist, sieht man ua. auch auf folgenden ScreenShots: http://fishshell.org/screenshots.html. Im übrigen stehen echte Pinguine auf Fish, is not it?
-- AndreasRomeyke
2007-05-29:
Heute findet wieder der StammTisch der LeipzigerLinuxUserGroup statt. Im Vorfeld hält Roman einen EinsteigerVortrag zu "MP3 Streams aufzeichnen" -- AndreasRomeyke 2007-05-29 13:20:09
2007-05-24:
Die Fa. Dell hat sich der Erfüllung der Ziele des GaosVereins verschrieben und liefert ab heute (zumindest in die USA) Notebooks mit vorinstalliertem (Ubuntu-)Linux aus. Ob das tatsächlich etwas bringt, werden wohl erst die Verkaufszahlen in einem halben Jahr zeigen. Mehr Informationen bei Heise.-- SvenWindisch
2007-05-16:
Gnu Compiler Collection in Version 4.2 erschienen. Neu sind die Unterstützung für OpenMP und einige kontroverse Änderungen in den C-Standardoptionen. -- AndreasRomeyke
2007-05-15:
Unter http://www.linuxpowertop.org/ hat die Fa. Intel ein echt cooles Tool vorgestellt. PowerTop ermittelt, welche Prozesse am stromhungrigsten sind und gibt Ratschläge zur Optimierung des Kernels. Nicht ganz uninteressant für Laptopnutzer. -- AndreasRomeyke
2007-05-14:
Laut einer Meldung von Golem, entscheidet sich Norwegen für den Einsatz von ODF. Das von der Regierung Norwegens beauftragte Gremium wies darauf hin, daß mit der Festlegung auf PDF und ODF für den Büroeinsatz auf FreieStandards zurückgegriffen werde und eine herstellerunabhängige Variante gewählt wurde. -- AndreasRomeyke
Die Borg streuen wieder mal FUD, so meldet das Wirtschaftsmagazin Fortune Linux würde 235 von MicroSofts SoftwarePatenten verletzen.
-- AndreasRomeyke
2007-05-07:
Via http://lambda-the-ultimate.org bin ich auf 'Programming Languages: Application and Interpretation' (PLAI) von Shriram Krishnamurthi gestoßen. Das Buch gibt es sowohl als Paperback, wie auch als PDF zum freien Herunterladen unter der CreativeCommons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 United States License. PLAI führt in die Konzepte moderner Progranmmiersprachen, wie Laziness, Rekursion und Continuations ein. -- AndreasRomeyke
2007-05-03:
Ebenfalls im Namen von GAOS e.V. hatte ich Leipziger Abgeordnete (Leipzig I, Leipzig II) des Deutschen Bundestages zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Abbau von Bürgerrechten und zum Thema der sogenannten OnlineDurchsuchungen, sowie SoftwarePatenten und FingerabdruckDateien mit der Bitte um Stellungnahme geschrieben:
Liebe Frau Lazar, [..] So mußten wir heute bei der SZ (http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/deutschland/artikel/563/111452/) ua. lesen, daß sogar schon in der Rot-Grünen Regierung über eine Anweisung des damaligen Innenministers Schily die Online-Durchsuchung auf den Weg gebracht wurde. [..] Und wie Ihre Haltung und die Ihrer Partei zu den aktuellen Entwicklungen ist? Auch auf anderen Gebieten ärgern wir uns immer wieder über Äußerungen von Schäuble, Wiefelspütz und Zypries, die sich wider den Bürger für Online-Durchsuchung, Softwarepatente, Fingerabdruckdateien usw. einsetzen. [..] wir wünschen uns von Ihnen eine Stellungnahme und vielleicht auch ein Pro für Bürgerrechte.
. Bisher hat leider nur [http://www.bundestag.de/mdb/bio/L/lazarmo0.html Monika Lazar] geantwortet, ihre Stellungnahme möchte ich in Auszügen vorstellen:
Lieber Andreas Romeyke und MitstreiterInnen, Ihre Befürchtungen kann ich sehr gut nachvollziehen und teile sie. Ich bin ebenfalls in Leipzig aufgewachen und habe mich schon frühzeitig für BürgerInnenrechte engagiert. Dazu gehört der Schutz der Privatsphäre, welcher natürlich willkürliche und heimliche Online-Durchsuchungen ausschließt. Laut Bundesgerichtshof gibt es für heimliches Überwachen von privaten oder geschäftlichen Computern zur Zeit keine rechtliche Grundlage. Theoretisch sind die BürgerInnenrechte in diesem Bereich damit gesichert. Allerdings gehen die Pläne von Innenminister Schäuble, der heimliche Überwachung trotzdem ermöglichen will, in eine sehr bedenkliche Richtung und sind nicht zu akzeptieren. In der großen Koalition gibt es darüber viele Diskussionen, und ich befürchte, dass viele Koalitionäre sich letztlich für staatliches Hacken einsetzen werden. Sollte es soweit kommen, wäre das für die Betroffenen ein Eingriff in die Grundrechte in bisher ungekannter Qualität. Für den modernen Menschen ist der Computer Teil der Intimsphäre und der persönlichen Identität. Vieles, was früher in Aktenschränke geschlossen wurde, liegt heute auf Laufwerken. Dazu gehören Fotos, Videos, persönliche Mails oder auch vertrauliche, oft intime Dateien. Die Persönlichkeitsrechte wären nicht nur verletzt, sondern zerstört, wenn Fremde auf all diese Daten uneingeschränkt Zugriff erhielten. Bedauerlicherweise fehlt in Teilen der Bundesregierung die notwendige Senisibilität, um die Wirkung eines solchen Eingriffs einschätzen zu können. Ein Beispiel dafür ist die Aussage von Bundesinnenminister Schäuble gegenüber der taz, anständige Menschen hätten ja bei einer Online-Untersuchung nichts zu befürchten. Dass ausgerechnet ein Vertreter des Innenministeriums unser Prinzip des Rechtsstaats derart bedenkenlos aufweicht, lässt nichts Gutes für die Zukunft ahnen. Dazu hat in einer Pressemitteilung auch unser grüner Fraktionssprecher für Innere Sicherheit Stellung genommen. Ich füge die PM zu Ihrer Information im Anhang bei. Auch in der Sitzung des Innenausschusses in dieser Woche sorgte das Thema für heftige Diskussionen, da auch Teilen der SPD die Wünsche von Herrn Schäuble zu weit gehen. Meiner Wahrnehmung nach ist die Bundesregierung bisher jede solide Begründung, warum eine Abschaffung von BürgerInnenrechten zur Kriminalitätsbekämpfung akternativlos sei, schuldig geblieben. Solange ein Nutzen für die Sicherheit nicht nachgewiesen und der Schaden für die Privatrechte nicht absehbar ist, wird die grüne Bundestagsfraktion weiterhin in Ausschüssen und Plenarsitzungen gegen staatliches Hacken eintreten und dafür MitstreiterInnen zu gewinnen versuchen. Der "Zeitgeist" hat sich allerdings nach dem Attentat am 11. September weltweit stark in Richtung einer vermeintlich besseren Absicherung entwickelt. Ich beobachte immer wieder, dass mit der Begründung "Terrorismus-Bekämpfung" in gänzlich unverhältnismäßigem Maße die Rechte der Bürgerinnen und Bürger eingeschränkt werden. Nachdem die Maßnahmen zuerst besonders Menschen mit Migrationshintergrund getroffen hatte, sind heute alle BürgerInnen betroffen. Erfreulicherweise wird diese Entwicklung in der Gesellschaft nicht unwidersprochen hingenommen. Viele Initiativen melden ihre Proteste an. Bündnis 90/Die Grünen begrüßen solches Engagement und beteiligen sich selbst gern daran. Da wir in einer Demokratie diese Möglichkeiten besitzen, müssen wir sie lautstark nutzen, damit die "Kontrollwütigen" nicht ungehindert immer mehr Kompetenzen an sich ziehen können. Ich danke Ihnen und Ihrer Gruppe herzlich für Ihr Engagement angesichts dieser Problematik. Eine ständige Senibilisierung der Öffentlichkeit ist das wirksamste Mittel, um auch die Politik unter Druck zu setzen und ihr Grenzen aufzuzeigen. Mit freundlichen Grüßen Monika Lazar
Im Vorfeld der IPRED-Abstimmung, der EU-Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums hatte ich im Auftrag von GAOS e.V. in einer Mail Leipziger Europaparlamentarier angeschrieben. Die Europaabgeordneten Constanze Angela Krehl und Lutz Goepel haben die Mail ohne Erwiderung gelöscht. Von Holger Krahmer lag zum Zeitpunkt dieser Meldung noch keine Antwort vor. Einzig Gisela Kallenbach hat eine Antwort geschickt, die ich hier in Auszügen vorstellen möchte:
Sehr geehrter Herr Romeyke, Vielen Dank für Ihre Mail und ihr aktives Engagement als europäischer Bürger. Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Bericht zu strafrechtlichen Maßnahmen zur Durchsetzung der Rechte geistigen Eigentums hat Gisela Kallenbach gemeinsam mit der Fraktion der Grünen/EFA im EU-Parlament gegen die vorgeschlagenen Maßnahmen gestimmt. Sie teilt Ihre Bedenken hinsichtlich der Risiken dieses Gesetzes. Trotzdem wurde der Bericht mit 379:270 Stimmen angenommen. [..] Positives Resultat ist jedoch, dass Privatpersonen aus dem Anwendungsbereich ausgeschlossen wurden, so dass zumindest Jugendliche und Kinder nicht wegen illegaler Downloads belangt werden können, so wie es einige Hardliner forderten. [..]
2007-05-02:
Die neue Ausgabe der Zeitschrift The Monad Reader ist erschienen. Unter anderem enthält sie einen interessanten Beitrag von Yaron Minsky über den Einsatz von OCaml bei JanestCapital. Weitere Artikel sind:
Yaron Minsky: "Caml Trading: Experiences in Functional Programming on Wall Street"
Duncan Coutts: "Book Review: Programming in Haskell by Graham Hutton" und
Dimitry Golubovsky, Neil Mitchell, Matthew Naylor: "Yhc.Core – from Haskell to Core".
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