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Vorwort
Oracle ist eine weit verbreitete und sehr stabile DatenBank.
Installation Oracle 10g unter SlackWare 11.0
Dieser Artikel soll zeigen, wie man auf einer SlackWare 11.0 Oracle 10g zum laufen bekommt. Oracle selbst bietet im Downloadbereich vorgefertigte Pakete für Debia", Mandriva, Novell, RedHat und Ubuntu an. Diese sind für die SlackWare leider ungeeignet. Es gibt dann noch einen "Oracle-Installer", der zwar ebenfalls für die genannten LinuxDistributionen ausgelegt ist, sich aber mit einem trivialen Trick überreden läßt, die Installation auf SlackWare durchzuziehen.
Vorbereitungen zur Installation
Systemvoraussetzungen
Der Installer von Oracle checkt das System nach der Größe des Arbeitsspeichers und des Swap-Bereiches ab. Minimal werden 512 MB RAM und 1GB Swap erwartet. Als nächstes müssen bestimmte KernelParameter angepaßt werden:
# Kernel Paramters for Oracle 10.1.0
kernel.shmall = 2097152
kernel.shmmax = 2147483648
kernel.shmmni = 4096
kernel.sem = 250 32000 100 128
fs.file-max = 65536
net.ipv4.ip_local_port_range = 1024 65000
Diese Werte sind in /etc/sysctl.conf einzutragen. Vorher sollte man diese abprüfen:
Benötigt: abprüfen mit:
shmmax = 2147483648 cat /proc/sys/kernel/shmmax
shmmni = 4096 cat /proc/sys/kernel/shmmni
shmall = 2097152 cat /proc/sys/kernel/shmall
shmmin = 1 ipcs -lm |grep "min seg size"
semmsl = 250 cat /proc/sys/kernel/sem | awk '{print $1}'
semmns = 32000 cat /proc/sys/kernel/sem | awk '{print $2}'
semopm = 100 cat /proc/sys/kernel/sem | awk '{print $3}'
semmni = 128 cat /proc/sys/kernel/sem | awk '{print $4}'
file-max = 65536 cat /proc/sys/fs/file-max
ip_local_port_range = 1024 65000 cat /proc/sys/net/ipv4/ip_local_port_range
Es sind nur die Werte in sysctl.conf einzutragen, die bei Abprüfung geringer ausfallen! Höhere Werte sollte man nicht heruntersetzen! Übernommen werden diese durch Aufruf von "sysctl -p" bzw. durch Neustart des Systems.
zusätzliche Bibliotheken/Programme
Oracle benötigt die "libaio". Diese Bibliothek ist bei Slackware nicht enthalten, unter "http://www.linuxpackages.net" wird man leider auch nicht fündig. Deshalb bauen wir sie selbst. Die libaio kann man als fertiges RPM herunterladen. Um möglichst kompatibel mit SlackWare zu sein, bieten sich die Pakete von Fedora an:
Hier lädt man sich die Pakete "libaio-0.3.104-2.i386.rpm" und "ibaio-devel-0.3.104-2.i386.rpm" herunter. Anschließend werden sie mit "rpm2tgz" in Slackwarepakete gewandelt und mit "installpkg" installiert. Weiterhin braucht man zur erfolgreichen Installation "setarch", gibt es bei SlackWare auch nicht. Also wieder bei Fedora herunterladen, das Paket heißt "setarch-1.7-3.i386.rpm". Dann wieder mit "rpm2tgz" Paket bauen und installieren.
Bei der Oracle-Installation kam am Anfang eine Fehlermeldung, daß der Installer die "db3" nicht finden konnte. Diese kann man sich von einem Slackware-Mirror herunterladen, zu finden im Verzeichnis "pasture". Danach kam zwar trotzdem noch die gleiche Fehlermeldung, der Installer lief aber erfolgreich durch.
Installation
Als erstes lädt man sich den Installer von Oracle herunter:
"http://www.oracle.com/technology/software/products/database/index.html"
Hier wählt man die "Oracle Database 10g Release 2 (10.2.0.1.0) Enterprise/Standard Edition for Linux x86" aus.
Dazu muß man sich bei Oracle einen Account anlegen, der Download ist vorher nicht möglich. Der Download kann etwas dauern, der Installer umfaßt rund 650MB!
Nun noch ein paar Vorbereitungen zur Installation. In "/etc" legt man eine Datei mit dem Namen "redhat-release" an, mit folgendem Inhalt:
redhat-3
Durch diesen simplen Trick wird dem Installer ein "zertifiziertes Linux" vorgegaukelt. Ohne ihn bricht er gleich zu Beginn der Installation ab. Oracle läuft unter dem User "oracle", dieser ist primär Mitglied der Gruppe "oinstall" und weiterhin Mitglied der Gruppen "users" und "dba". Das Homedirectory ist zweckmäßigerweise "/opt/oracle".
groupadd dba
groupadd oinstall
adduser oracle (Paßwort beliebig, Gruppe oinstall, weitere Gruppen dba und users, home=/opt/oracle)
Entgegen der Auffassung verschiedenster Quellen im Internet, bestimmte Umgebungsvariablen für "oracle" vor der Installation zu definieren, habe ich dies erst nach der Installation getan.
Die Installation muß als User "oracle" unter X erfolgen. Man öffnet dann ein X-Terminal, entpackt mit "unzip" den Installer aus dem bei "Oracle" heruntergeladenen ZIP-Archiv und startet die Installation mit "sh runInstaller".
